Lichtlexikon

 

  • Beleuchtungsstärke

    Die Beleuchtungsstärke ist die Menge an Licht, oder der Lichtstrom, welcher auf die Flächeneinheit einer Oberfläche aufkommt. Hierbei ist die Beleuchtungsstärke unabhängig von der Richtung, aus welcher der Lichtstrom auf die Oberfläche tritt.
    Sie ist festgelegt durch das Formelzeichen E und die Einheit Lux (lx).
    Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter (lm/m²).

    Gängige Lux-Levels anhand von Beispielen aus der Praxis sind:

    Mittags im Sommer, unter wolkenlosem Himmel:

    100 000 lux

    Straßenbeleuchtung:

    1 - 30 lux

    Vollmond bei klarer Nacht:

    0,25 lux

    Anhand eines Luxmeter Messgerätes kann man die Beleuchtungsstärke vor Ort messen, also wie hell es am Messpunkt ist. Das Gerät enthält eine Messzelle, welche durch einen speziellen Filter ausgerichtet werden muss, um den Wert V(?) auf der Empfindlichkeitskurve des menschlichen Auges abbilden zu können.

  • Constant Light Output (CLO)

    Ein Leuchtmittel verliert über die Zeit an Leuchtkraft. Daher muss ein neues Leuchtmittel anfänglich mit mehr Energie betrieben werden als notwendig, um konstant die vorgeschriebene Leistung zu erbringen.

    CLO kompensiert den Leuchtkraftverlust und verhindert somit einen überhöhten Energieverbrauch. Dies spart bis zu 10% Energie.

     

     

     

  • Farbtemperatur

    Mit der Farbtemperatur, gemessen in der Einheit Kelvin, geben wir den Farbeindruck einer Lichtquelle an. Dabei unterscheiden wir in drei Hauptkategorien, je nach Farbempfinden in:


    warm weiß = 3500 K
    neutral weiß > 3500 K
    kalt weiß > 5000 K

    Das CIE-Diagramm ist eine Normfarbtafel, welche die sogenannte „Black-Body Kurve“ beinhaltet. Auf deren Verlauf sind die Farben als Temperatur eines idealen Strahlers in Kelvin angegeben. Je weniger Kelvin desto wärmer erscheint das Licht. Je mehr Kelvin desto kälter ist der Farbeindruck.

    Beispiel: Eine Lichtquelle mit der Farbtemperatur bei 6000 K gibt ein kalt weißes Licht wieder.

    Colour-temperature
  • Farbwiedergabe

    Die Farbwiedergabe entscheidet darüber, ob Farben durch das Licht unnatürlich oder natürlich erscheinen. Die Kennzahl zur Beschreibung der Farbwiedergabe von Leuchtmitteln ist der “Farbwiedergabeindex”, auch CRI (Color Rendering Index) genannt. Bei geringem CRI wirken die Farben beleuchteter Gegenstände unnatürlich, während ein weißes Licht mit hohem CRI die Farben natürlich erscheinen lässt. Lichtquellen mit einem CRI über 80 gelten als sehr gut in der Farberkennung. Der beste Wert mit der natürlichsten Farbwiedergabe ist 100. Je höher der Wert, desto besser die Farbwiedergabe.

  • Horizontale Beleuchtungsstärke

    Für horizontale Oberflächen wird die Beleuchtungsstärke berechnet, indem der Abstand (d) zwischen der Lichtquelle und dem Berechnungspunkt (P) mittels der vertikalen Höhe (h) einer Lichtquelle über der Oberfläche beschreibt.

    In der Zeichnung (rechts), h = d cos g or d = h / cos g

    Somit wird

    Horizontal illuminance

    zu

    Horizontal illuminance

    Die Beleuchtungsstärke auf dem Berechnungspunkt P.

    Horizontal illuminance
  • Leuchtdichte

    Die Leuchtdichte steht für die Lichtstärke, welche von einer Flächeneinheit in eine bestimmte Richtung ausgestrahlt wird.
    Hier wird das Licht gemessen, wie es das menschliche Auge wahrnimmt. Die Wahrnehmung aller Oberflächen und Gegenstände in unserem Umfeld beruht auf ihren Leuchtdichten, während der Grad ihrer Beleuchtungsstärken nicht wahrnehmbar ist.
    Die Einheit der Leuchtdichte wird in Candela pro Quadratmeter (cd/m2) angegeben.

    Luminance

    Oberflächen mit unterschiedlich reflektierenden Ausprägungen haben gleiche Beleuchtungsstärken aber unterschiedliche Leuchtdichten.

    In der Straßenbeleuchtung ist das geforderte Hauptkriterium die Leuchtdichte der Straßenoberfläche. Somit sind genaue Angaben der Eigenschaften eines reflektierenden Straßenbelags ausschlaggebend für ein einwandfreies Beleuchtungsergebnis.

  • Lichtstärke

    Die Lichtstärke wird definiert als der von einer Lichtquelle abgegebene Lichtstrom (lm) unter Berücksichtigung der Lichtaustrittsrichtung, dem sogenannten Raumwinkel sr (Steradiant).
    Das in der Physik verwendet Zeichen für die Lichtstärke ist der Buchstabe I, die Lichtstärke wird in Candela (cd) gemessen.

    1 Candela = 1 Lumen / Steradian

    Luminous-intensity

    Die Lichtstärke ist nicht abhängig von der Entfernung des Beobachters zur Lichtquelle.

    Der Wirkungsgrad einer Leuchte wird abgeleitet von der gemessenen Lichtverteilung der Lichtstärke. Um die Lichtstärkeverteilung einer Leuchte zu messen werden spezielle Laboreinrichtungen benötigt. Die Messungen erfolgen mit Hilfe eines Goniometers.

    Luminous-intensity-goniophometer
  • Lichtstrom

    Beim Lichtstrom handelt es sich um die Gesamtmenge an Lichtleistung, welche pro Sekunde von einer Lichtquelle ausgestrahlt wird.

    Die Einheit des Lichtstroms wird in Lumen angegeben und mit dem Formelzeichen F gekennzeichnet.


    Messungen des Lichtstroms von künstlichen Lichtquellen werden innerhalb eines tadellos diffundierenden weißen Bereichs durchgeführt, in der sogenannten Ulbricht-Kugel.

    Dieses Messinstrument ermittelt die ausstrahlende Lumenmenge der getesteten Lichtquelle anhand von Messergebnissen kalibrierter Leuchtmittel.

    Albrecht Sphere measures luminous flux
  • Selective Dynamic Lumen Output (SDLO)

    Mit Owlet Nighshift können Sie Dimmprofile festlegen, mit denen Sie Straßen in den ruhigen Nachtstunden mit nur wenig Licht und während der Rush-Hour stärker beleuchtet können.

    So lässt sich gemäß internationalem Standard zwischen 30 % und 40 % Energie sparen.

     

  • Sichtbares Licht

    Sichtbares Licht kann definiert werden als irgendeine Strahlung, welche fähig ist auf die Retina des menschlichen Auges zu wirken und eine visuelle Reizung zu erzeugen.
    Jede einfache Strahlung unterscheidet sich von einer anderen durch Ihre Frequenz wie z. B. Ihrer Wellenlänge.
    Die Darstellung einer Strahlung anhand von Wellenlängen ist weit verbreitet und anerkannt, da Wellenlängen sehr präzise gemessen werden können.

    Die graphische Darstellung eines elektromagnetischen Spektrums basiert ebenfalls auf Wellenlängen.
    Der sichtbare Teil des Spektrums umfasst den relativ engen Bereich zwischen 380 nm und 780 nm.
    Diese Grenzwerte repräsentieren den experimentell erhaltenen Durchschnitt, welcher in der Praxis von Mensch zu Mensch unterschiedlich wahrgenommen werden kann.

     

  • Spektrale Verteilung einer Lichtquelle

    Die spektrale Verteilung stellt die Energieverteilung dar, welche bei verschiedenen Wellenlängen im sichtbaren Teil des Spektrums ausgestrahlt werden.
    Die Zusammensetzung des Spektrums einer Lichtquelle kann einzeln gemessen werden.
    Folgendes Beispiel zeigt, dass die spektrale Verteilung einer Natriumdampf-Hochdrucklampe ihren größten Teil an Energie im gelb-orange Farbbereich absondert, während die spektrale Verteilung bei Halogenmetalldampflampen ihre Energie in allen Bereichen des Farbspektrums abgibt, was dann zu weißem Lichtaustritt führt.

    Natriumdampf-Hochdrucklampe

    Halogenmetalldampflampe

  • Vertikale Beleuchtungsstärke

    Die Beleuchtung am selben Punkt P auf einer vertikalen Facette, die zur Lichtquelle gerichtet ist, kann mit der Höhe (H)
    der Lichtquelle und des Einfallswinkel (g) der Beleuchtungsstärke I in Abhängigkeit gebracht werden.

    Vertical illuminance

    Lighting-basics

     

    Und mit

     

    Vertical illuminance

    Wird:

    Vertical illuminance
  • Virtual Power Output (VPO)

    Da Leuchtmittel für die Straßenbeleuchtung mit festen Watt-Leistungen angeboten werden, kann es in der Realität durch bestimmte Faktoren zu Zwischenwerten kommen, die so nicht offeriert werden.

    Statt nun den nächst höheren Wert mit voller Leistung einzusetzen und somit einen erhöhten Energieverbrauch zu haben, können Sie mit Owlet Nightshift die Leuchtmittel auf den benötigten Wert dimmen, und bis zu 25 % Energie sparen.